Familienbetrieb BökerÜber 100 Jahre Schuhreparatur-HandwerkSeit 1893 hat das Handwerk Tradition in der Familie Böker. Heinrich Fettköter aus Gierswalde legte mit seiner Schuhreparaturwerkstatt den Grundstein für ein aufblühendes Unternehmen. Sein Neffe Friedrich Böker ging bei ihm in die Schuhmacherlehre und wurde schon bald zu einem Fachmann an den Leisten. 1918 begann dann der Handel mit Schuhen im Heimatort des jungen Schuhmachers Friedrich Böker, nämlich in Bollensen. "Ein Schaukasten zeigte damals die neueste Schuhmode", erinnert sich Karl Böker im Gespräch an das Vergangene. Der Verkauf lief dann von der Werkstatt aus. Die gute Arbeit des Schuhmachers sprach sich in den Nachbargemeinden schnell herum, so dass ständig erweitert wurde. Lediglich zwischen 1936 und 1949 kam es durch Krieg und Gefangenschaft bei dem Schuhmacher Böker zu Unterbrechungen. Friedrich Böker nahm dennoch nach 1949 den Betrieb wieder auf und sorgte auch für eine Fachausbildung von seinem Sohn Karl. Dieser erlernte zunächst das Orthopädie-Schuhmacherhandwerk in Göttingen. Drei Jahre fertigte er dort orthopädische Massschuhe und Einlagen. Ein weiteres Jahr war Karl Böker nach der Lehre dort auch noch als Geselle tätig. |
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AufwärtstrendEnde 1954 wechselte der Schuhmacher in den elterlichen Betrieb nach Bollensen. Vor der Übernahme des Schuhmachergeschäfts von Schuhmachermeister Kreikenbaum in Hardegsen war Böker noch ein Jahr in einer anderen Werkstatt in der Stadt am Sollingrand beschäftigt. Seit Oktober 1957 befanden sich die Geschäftsräume dann in der Langen Strasse 11, damit machte sich Karl Böker als Schuhmacher selbständig. Ein Jahr später heiratete Karl Böker Ehefrau Magdalena, die bisher als Einzelhandelskauffrau gearbeitet hatte und zusammen mit ihrem Mann den Verkauf leitete. Der ständige Aufwärtstrend in der Branche machte eine Vergrößerung der Geschäftsräume notwendig. 1964 kauften die Eheleute das heutige Gebäude in der Langen Strasse 26. Durch Renovierungen und eine Vergrößerung des Verkaufsraums wurde für eine gut laufendes Familienunternehmen die Grundlage geschaffen. Der letzte größere Umbau war dann 1979. |
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OrhtopädieschuhmacherEtwa 180 Quadratmeter ist die Geschäftsfläche heute, über 100 Jahre nach den ersten geschäftlichen Tätigkeiten. Aus der Ehe von Magdalena und Karl Böker gingen drei Kinder hervor: die Töchter Petra und Susanne sowie Sohn Karl-Heinz. Auch Sohn Karl-Heinz Böker erlernte das Handwerk des Orthopädie-Schuhmachers und stieg 1990 in den elterlichen Betrieb ein. Seit 1979 hat er den Handwerksberuf in Göttingen gelernt und war danach mehrere Jahre in einem Betrieb in Kassel. Die Meisterprüfung legte er 1988 mit Erfolg ab. Seitdem Karl-Heinz Böker in Hardegsen tätig ist, besteht vor Ort die Möglichkeit, ärtzliche Verordnungen ausführen zu lassen. Das Handwerk der Familie Böker steht damit direkt im Dienst der Gesundheit. |