Orthopädie

Sportbandagen

Verletzungen des oberen Sprunggelenkes kommen häufig beim Sport, bei häuslichen und beruflichen Unfällen vor. Lange Zeit wurden sie wenig beachtet und rein konservativ behandelt. An die Operation schloss sich eine Gipsruhigstellung von sechs Wochen an, um ein sicheres Verwachsen der genähten Sprunggelenkbänder zu erreichen.

Eine andere Art der Behandlung kann z.B. die Versorgung des Patienten mit einer äußeren Stabilisierungshilfe (Adimed-Schuh oder Aircast-Schiene) sein. Die Rehabilitationszeit verkürzt sich, wodurch eine frühzeitige Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten und eine rasche Wiedergewinnung der Arbeitsfähigkeit möglich wird

Zahlreiche andere Sprunggelenkohrthesen dienen zur Stabilisierung des Sprunggelenks bei Verletzung oder werden zur Prophylaxe getragen.

 

Maßschuhe

Beim orthopädischen Schuh werden alle erforderlichen schuh- und orthopädietechnischen Funktionselemente im Schuh eingearbeitet. Orthopädische Schuhe sind dann indiziert, wenn durch orthopädieschuhtechnische Zurichtungen am Konfektionsschuh und individuelle orthopädische Einlagen kein befriedigendes Therapieergebnis erzielt werden kann.

Eine Versorgung mit orthopädischen Schuhen kann bei starken Formabweichungen, schweren Fußdeformitäten, Missbildungen,(Teil-)-Amputationen des Fußes oder auch Funktionsstörungen (Neuropathien, Lähmungen) notwendig werden.

 

Orthopädische Spezialschuhe

Konfektionierte Spezialschuhe für Diabetiker kommen zum Einsatz, wenn eine orthopädieschuhtechnisch ausreichende, dem Krankheitsstadium angemessene Versorgung mit normalen Konfektionsschuhen nicht möglich, eine Versorgung mit orthopädischen Maßschuhen aber nicht zwingend erforderlich ist. Voraussetzung dafür ist, daß diese Schuhe durch ihre Leistenform, ihre Machart, die Sohlengestaltung und das verwendete Material möglichst weitgehend auf die Anforderungen einer Diabetiker-Schuhversorgung eingehen.

Der Antivarusschuh wird nicht nur in der Sichelfußtherapie und bei der postoperativen Versorgung von Klumpfüßen eingesetzt, sondern auch bei Kleinkindern mit spastischen Lähmungen. Im Vergleich mit anderen Versorgungsmöglichkeiten, z.B. der Dreibackeneinlage ist die Akzeptanz der Kleinkinder beim Antivarusschuh größer, denn sie empfinden die Backeneinlage als hart und unbequem. Das meist sehr starre Material gibt ihnen zwar festen Halt, macht den Schuh aber auch unbiegsam, so dass die Gangabwicklung (Abrollverhalten) eher gehemmt als gefördert wird. Der Antivarusschuh bietet hier eine sanftere Gegenkorrektur, die ein normales Abrollverhalten erlaubt.

Die serienmäßig hergestellten Verbandschuhe sollen frühzeitig die Gehfähigkeit bei der Notwendigkeit umfangreicher Verbände im Fuß-/Beinbereich und gegebener Belastbarkeit des Restfußes herstellen und zum Schutz des Verbandes gegen äußere Einflüsse dienen. Je nach Indikation und Einsatzdauer lassen sie sich unterteilen in Verbandschuhe für eine mehrwöchige- bzw. mehrmonatige Verwendung.

 

Orthopädische Schuhzurichtungen

Schuhzurichtungen sind in der Regel bei einer Einschränkung, oder leichten Fehlbildung des Bewegungsapparates indiziert und können an allen Bauteilen eines Schuhes angebracht werden. Da Schuhzurichtungen am normalen Konfektionsschuh oft nur begrenzt in der gewünschten Art und Weise möglich sind, bedarf es bereits beim Schuhkauf einer Beratung.

Pufferabsatz: - Stoßdämpfung je nach Härtegrad des Materials. Anwendbar bei Fersensporn, nach Fersenbeinbrüchen, bei Lähmungen, bei Schäden der Beine und Wirbelsäule, bei Prothesenträgern.

Flügelabsatz: - Das innere oder äußere Längsgewölbe des Fußes wird vom Boden her stärker unterstützt.

Absatzerhöhung: - Angabe links oder rechts, in cm. Bei geringem Ausgleich von Beinlängendifferenzen. (Zusätzlich Ausgleichsmöglichkeit durch Fersenkeil). Besseres Durchschwingen der behinderten Gegenseite bei Lähmung, Gipsverbänden, Knieversteifungen und bei Apparateträgern. Besonders wirksam zusammen mit Ballenrollen oder gleichzeitiger Sohlenerhöhung.

Innen- oder Außenranderhöhung: – Dient der Umstellung des ganzen Fußes bei Innen- oder Außenrandüberlastung oder nach Bandverletzungen als Ergänzung eines festen Verbandes und zur Schonung.

Ballenrolle : - Dient zur Schonung der Zehengrundgelenke bei Hallux rigidus, bei Spreizfuß und Mittelfußschmerzen.

Schmetterlingsrolle: - Wie Ballenrolle jedoch mit Weichbettung im Vorfußbereich. Entlastet besonders empfindliche Mittelfußpartien. Ergänzung durch Quergewölbestütze (Pelotte) im Schuhinnern.

 

Medizinische Kompressionsstrümpfe

Die Symptome einer Venenerkrankung tauchen nicht über Nacht auf. Verschiedene Anzeichen weisen frühzeitig darauf hin: kleine Krampfadern, geschwollene Beine oder auch Wadenkrämpfe in der Nacht. Die Kompressionstherapie ist die Basisbehandlung bei Venenerkrankung und setzt unter anderem medizinische Kompressionsstrümpfe und Strumpfhosen ein, die überwiegend zur Langzeitbehandlung verordnet werden. Mittlerweile hat sich der Kompressionsstrumpf von seinem Image als „Gummistrumpf“ entfernt und kann auch als modisches Kleidungsstück dienen. Zunehmend spielen nämlich Tragekomfort, Materialien, modisches Aussehen und attraktive Farben eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Einlagen

Die Maßeinlage dient der Abstützung, Entlastung und Bettung einzelner Fußsohlenpartien sowie der Stellungskorrektur, um Funktionsstörungen zu beseitigen und mit diesen verbundene Schmerzen zu bekämpfen.

  • Stützung bedeutet in der Einlagenversorgung zum Beispiel tragende Elemente im Längsgewölbebereich, sowie retrokapital liegende Pelotten gerade bei den häufig auftretenden Mittelfußbeschwerden.

  • Entlastung schmerzhafter und oft beschwielter Fußteile ist meist im Vorfußbereich nötig. Die enorme Belastung einzelner durchgetretener Mittelfußköpfchen bedarf eines Druckausgleichs evtl. durch Weichbettung.

  • Bettung bezweckt in der Einlagenversorgung die Druckverteilung auf eine möglichst große Auflagefläche. Dies bedeutet eine plastische Anformung der Einlage an die Fußsohle unter weitgehendem Verzicht auf oft schmerzhaft empfundene Korrekturen. Die Begriffe Stützung, Entlastung und Bettung sind in der Einlagenversorgung klar zu unterscheiden und so wohldosiert anzuwenden, dass aktive Kräfte so wenig wie möglich ausgeschaltet werden.

 

Schuhreparatur